09. September 2026

VNSB - Landesvorstand

Rund 100 Kolleginnen und Kollegen setzen Zeichen für den niedersächsischen Justizvollzug

Starkes Zeichen für den Justizvollzug: Rund 100 Kolleginnen und Kollegen folgten dem Aufruf des VNSB und protestierten vor dem Niedersächsischen Landtag für die Umsetzung der zugesagten Stellenhebungen.

VNSB-Protestaktion vor dem Niedersächsischen Landtag in Hannover

Rund 100 Kolleginnen und Kollegen aus ganz Niedersachsen sind am 9. September 2026 dem Aufruf des Verbandes Niedersächsischer Strafvollzugsbediensteter (VNSB) nach Hannover gefolgt. Vor dem Niedersächsischen Landtag machten sie auf die Situation des niedersächsischen Justizvollzuges und insbesondere auf die seit Langem zugesagten Stellenhebungen aufmerksam.

Mit der Protestaktion verband der VNSB eine klare Forderung: Die zugesagten Stellenhebungen müssen im Doppelhaushalt des Landes Niedersachsen berücksichtigt und umgesetzt werden. Aus Sicht des Verbandes ist eine angemessene personelle Ausstattung eine wesentliche Voraussetzung dafür, dass der Justizvollzug seine vielfältigen Aufgaben dauerhaft und verlässlich erfüllen kann.

Direkter Austausch mit der Landespolitik

Im Mittelpunkt der Protestaktion stand der direkte Austausch mit Vertreterinnen und Vertretern der Landespolitik. Zahlreiche Politikerinnen und Politiker waren vor Ort und stellten sich den Gesprächen mit den Beschäftigten.

Unter anderem nahmen Ministerpräsident Olaf Lies, Justizministerin Dr. Kathrin Wahlmann, Evrim Camuz, Ulf Prange, Jan Schröder, Volker Bajus, Christian Calderone sowie der CDU-Landesvorsitzende Sebastian Lechner an der Veranstaltung teil.

Auch Alexander Zimbehl, 1. Landesvorsitzender des dbb Niedersachsen, war vor Ort und unterstützte den gemeinsamen Protest.

Klare Botschaft des VNSB

Der VNSB-Landesvorsitzende Oliver Mageney machte gemeinsam mit den Kolleginnen und Kollegen deutlich, dass es bei den Forderungen nicht allein um einzelne Stellen geht. Im Mittelpunkt stehen vielmehr die Wertschätzung der geleisteten Arbeit, verlässliche politische Rahmenbedingungen und die Zukunft des niedersächsischen Justizvollzuges.

Die rund 100 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus verschiedenen Justizvollzugseinrichtungen Niedersachsens zeigten mit ihrer Beteiligung deutlich: Der Justizvollzug steht zusammen und tritt geschlossen für seine berechtigten Anliegen ein.

Ein starker Rechtsstaat braucht einen starken Justizvollzug. Eine verlässliche personelle Ausstattung ist dabei eine wesentliche Grundlage für Sicherheit, Resozialisierung und die tägliche Arbeit der Beschäftigten.

VNSB begleitet weitere Haushaltsberatungen

Der VNSB wird den weiteren Verlauf der Haushaltsberatungen aufmerksam begleiten und sich weiterhin für die Interessen der Bediensteten sowie eine zukunftsfähige personelle Ausstattung des niedersächsischen Justizvollzuges einsetzen.

Unser Dank gilt allen Kolleginnen und Kollegen, die unserem Aufruf gefolgt sind, vor Ort Präsenz gezeigt und unseren Protest unterstützt haben. Ebenso bedanken wir uns bei den politischen Vertreterinnen und Vertretern, die sich dem Austausch gestellt und die Anliegen der Bediensteten angehört haben.

Gemeinsam haben wir ein starkes Zeichen gesetzt – und gemeinsam bleiben wir dran.

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Artikel & Fotos: VNSB | LV | Ali Sürmeli