Ortsverband Uelzen
Weihnachtsfunkeln
Foto: OV Uelzen OV Uelzen - Vorsitzender begrüßt
VNSB Ortsverband Uelzen lässt sich vom ‚Weihnachtsfunkeln‘ der Hansestadt Uelzen verzaubern
VNSB Ortsverband Uelzen lässt sich vom ‚Weihnachtsfunkeln‘ der Hansestadt Uelzen verzaubern
Das Rathaus in Uelzen ist Sitz der Lokalpolitik und der Verwaltung der Stadt Uelzen. Hier finden Einwohner wichtige städtische Institutionen wie das Bürgeramt, während sich Besucher in der Touristeninformation über die Stadt und das kulturelle Angebot informieren können. Die von einer markanten Fachwerkarchitektur geprägte Stadt begeistert Gäste vor allem durch ein malerisches Ambiente, das jeden Besuch zu einem Erlebnis macht. Welcher Platz wäre also besser als Treffpunkt – einen Tag vor Nikolaus – für die über 30 teilnehmenden Mitglieder und Freunde des VNSB-OV Uelzen zum diesjährigen Winterevent geeignet? Nachdem wir zwei Mal die benachbarte Hansestadt Lüneburg unsicher gemacht haben, war es Zeit, „unsere“ Stadt genauer kennenzulernen. Da bot sich die Stadtführung unter neu ins Leben gerufenen „Weihnachtsfunkeln“ doch geradezu an. Und schon ging es los:
Seit 1270 besitzt Uelzen das Stadtrecht. Schnell entwickelte sich Uelzen zu einer wichtigen Braustadt, deren großer wirtschaftlicher Erfolg den Ausbau der Stadt vorantrieb. Beliebter Touristenpunkt der Uelzener Innenstadt ist der Bahnhof, der nach den Plänen des Malers und Architekten Friedensreich Hundertwasser errichtet wurde. Das farbenprächtige Gebäude wurde im Rahmen der EXPO 2000 umgestaltet und erfreut seitdem alle ankommen Bürger und Besucher. Den Weg zur Innenstadt säumen zwanzig Steinskulpturen der Künstlerin Dagmar Glemme, von denen jeder eine andere Geschichte erzählt. Inspiriert durch die Kunst alter und fremder Völker, finden sich auf den Steinen vor allem Symbole und bunte Fabelwesen. Im Zentrum der Stadt steht die imposante St. Marien-Kirche, deren gotischer Bau sakrale Kunstschätze, die größte Orgel der der Lüneburger Heide und das Wahrzeichen der Stadt, das „Goldene Schiff“, beherbergt. Neben der Kirche erwarten die Besucher die Glücksbringer der Stadt Uelzen, die „Uhlenköper“. Der Sage nach bringt das Reiben der des Goldstücks in den Händen des bronzenen Uhlenköper immer genug Geld in die Tasche.
Uelzen, eine charmante Stadt in der Lüneburger Heide, beeindruckt mit ihrer reichen Geschichte. Die VNSB’ler ließen sich fortan bei der Stadtführung durch Uelzen verzaubern und entdeckten die historischen Fachwerkhäuser in den malerischen Straßen. Die Stadt bietet viele gemütliche Cafés, traditionelle Restaurants und individuelle Läden, die zum Verweilen einladen. Uelzen überrascht mit einer Mischung aus Geschichte, Kunst und Kultur.
Uelzen, das 1270 als „Löwenwalde“ gegründet wurde, blickt auf eine stolze Vergangenheit zurück. Die Stadt wurde unter dem Schutz des Welfenherzogs Johann von Braunschweig und Lüneburg gegründet. Bereits 1374 trat Uelzen der Hanse bei, was den Handel und den Reichtum der Stadt förderte. Besonders Leinen aus Uelzen und Produkte wie Honig und Wachs waren im Hanseverbund gefragt.
Ein verheerender Brand im Jahr 1646 veränderte das Stadtbild, doch es entstanden die heute so charakteristischen Fachwerkhäuser, die Uelzen bis heute prägen. Auch die Tradition des Bierbrauens spielte eine große Rolle: 1649 gab es in Uelzen ganze 58 Brauhäuser. Die Hansegeschichte Uelzens wird in den erhaltenen Bauwerken und der Kultur Uelzens noch heute lebendig.
Zeugnis des anschließenden raschen und tatkräftigen Wiederaufbaus legen noch heute zahlreiche ansprechende Fachwerkfassaden ab. Im Jahre 1826 zerstörte ein erneuter Stadtbrand Teile der östlichen Altstadt. Schmerzliche Lücken riss schließlich auch der zweite Weltkrieg. Das heutige Nebeneinander gotischer Bauwerke, neuzeitlicher Fachwerkbauten und moderner Gebäude reflektiert diese einschneidenden Entwicklungen.
Rechtzeitig zurück habe die VNSB’ler noch das Fensteröffnen am Adventskalender am Alten Rathaus verfolgt. Dieses wird alljährlich vier Wochen lang in einen zauberhaften Adventskalender verwandelt. Er steht mitten in der vorweihnachtlich geschmückten Stadt und ist abendlicher Treffpunkt für das Ritual des Fensteröffnens. „Fenster öffnen“ am Uelzener Adventskalender ist Kult und hat sogar bereits den Weg in die U.S.A. gefunden.
Jedes Jahr treffen sich hier tausende Menschen, singen gemeinsam und schauen zu, wie Engel ein Fenster öffnen. Am 23. Dezember ist traditionell Niedersachsens Ministerpräsident als Redner zu Gast, der an diesem Abend seine persönlichen Gedanken zum Fest mit den zahlreichen Besuchern teilt.
Abschließend ging es ins Gildehaus - wie uns gerade noch so schön erklärt wurde, ein gut erhaltenes Bürgerhaus mit gotischer Giebelfassade - zum Schnitzelbuffet. Mehr ging nun wirklich nicht – und: aus einem der VNSB-Freunde ist an dem Abend vor Nikolaus sogar ein VNSB-Mitglied geworden!
Der VNSB-Ortsvorstand Uelzen wünscht seinen Mitgliedern ein schönes Weihnachtsfest.
Ralf Schlütemann
-Vorsitzender-


