21. Januar 2026

VNSB - Landesvorstand

VNSB bringt klare Forderungen in die AG Justiz ein

Der VNSB bringt in der AG Justiz klare und fundierte Forderungen ein, um den niedersächsischen Justizvollzug nachhaltig zu stärken. Für bessere Rahmenbedingungen, faire Bezahlung und eine starke soziale Absicherung – im Interesse der Kolleginnen und Kollegen und für einen zukunftsfähigen Justizvollzug in Niedersachsen.

Am heutigen Mittwoch und morgigen Donnerstag tagt die Arbeitsgemeinschaft AG-Justiz in Hildesheim. Der Verband Niedersächsischer Strafvollzugsbediensteter (VNSB) nutzt diese Arbeitssitzung, um mit klarer Haltung und aus der Perspektive der Praxis notwendige Verbesserungen der Rahmenbedingungen im niedersächsischen Justizvollzug einzufordern.

Als berufsständische Interessenvertretung der Kolleginnen und Kollegen im Justizvollzug bringt der VNSB seine zentralen Forderungen unmittelbar in den Dialog mit der Politik ein. Im Mittelpunkt steht dabei der Austausch mit der Niedersächsischen Justizministerin Dr. Kathrin Wahlmann, Dr. Thomas Smollich, Frau Dr. Stephanie Springer sowie Vertreterinnen und Vertretern des Justizministeriums.

Gute Rahmenbedingungen sind kein Luxus, sondern Voraussetzung.

Der Justizvollzug steht seit Jahren vor großen Herausforderungen: steigende Belastungen, ein zunehmender Personalmangel und ein harter Wettbewerb um qualifizierten Nachwuchs. Attraktive Arbeitsbedingungen, verlässliche Perspektiven und eine angemessene soziale Absicherung sind daher entscheidende Faktoren, um Personal zu halten und neue Kolleginnen und Kollegen für den Justizvollzug zu gewinnen.

Genau hier setzt der VNSB an – sachlich, konstruktiv und mit einem klaren Blick auf die Realität in den Anstalten.

Im Rahmen der AG Justiz hat der VNSB insbesondere folgende Punkte deutlich gemacht:

  • Vollständige Ausschöpfung der Stellenobergrenzenverordnung im Allgemeinen Vollzugsdienst (AvD), um bestehende personelle Engpässe spürbar zu entlasten.
  • Anhebung des Anwärtersonderzuschlags im mittleren Dienst auf 70 Prozent, um die Ausbildung attraktiver zu gestalten.
  • Einführung eines Anwärtersonderzuschlags in Höhe von 70 Prozent im gehobenen Dienst, um auch hier konkurrenzfähig zu bleiben.
  • Einführung einer Heilfürsorge, analog zu den bestehenden Regelungen bei Polizei und Feuerwehr, als verlässliche soziale Absicherung für einen besonders belastenden Beruf.

Aus Sicht des VNSB sind diese Maßnahmen essenziell, um den Justizvollzug langfristig leistungsfähig, sicher und zukunftsfähig aufzustellen.

Dialog auf Augenhöhe mit allen Beteiligten.

An der AG Justiz nehmen neben dem VNSB zahlreiche weitere Akteure teil, darunter der Deutsche Amtsanwaltsverein, die Niedersächsische Vereinigung der Anstaltsleitungen im Justizvollzug, der Niedersächsische Richterbund, der Verband der sozialen Dienste, der Verband der Rechtspfleger, die Deutsche Justiz-Gewerkschaft, der Landesverein der Justizwachtmeister Niedersachsen e. V. sowie weitere Vertreterinnen und Vertreter aus dem Geschäftsbereich der Justiz.

Der VNSB bringt in diesen Austausch konsequent die Sicht der Bediensteten ein – ehrlich, praxisnah und lösungsorientiert. Denn gute Entscheidungen entstehen nur dann, wenn diejenigen gehört werden, die den Justizvollzug täglich tragen.

Der VNSB wird sich auch weiterhin mit Nachdruck für die Interessen der Kolleginnen und Kollegen im niedersächsischen Justizvollzug einsetzen. Unser Anspruch ist es, nicht nur Missstände zu benennen, sondern aktiv an tragfähigen Lösungen mitzuwirken.

Gemeinsam mit unseren Mitgliedern gestalten wir eine starke, faire und verlässliche Zukunft für unseren Berufsstand.

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VNSB – Von Kollegen für Kollegen.
Verlässlichkeit und Kompetenz im niedersächsischen Justizvollzug.

Artikel & Fotos: VNSB | LV | Ali Sürmeli