Landesvorstand
JuV#Peb News 06
Foto: Landesvorstand JuV#Peb
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Die letzte Erhebungswelle ist abgeschlossen!
Auch die dritte und letzte Welle der Datenerhebung verlief erfolgreich: Im Zeitraum vom 27. August bis 16. September 2025 haben die Bediensteten der Justizvollzugseinrichtungen Hameln, Rosdorf, Verden und Wolfenbüttel sowie des Bildungsinstituts ihre Arbeitszeiten erfasst. Damit ist die Erhebungsphase nun in allen 15 Justizvollzugseinrichtungen des Landes abge schlossen. Über alle Einrichtungen hinweg liegt die durchschnittliche Beteiligung bei beeindru ckenden 97,6 %. Dieses Ergebnis zeigt, wie ernst die Erhebung genommen wurde und un terstreicht das große gemeinsame Interesse an einer verlässlichen und aussagekräftigen Per sonalbedarfsanalyse. Unser herzlicher Dank gilt allen Bediensteten für ihr wertvolles Engagement.
Der weitere Fahrplan: Qualitätssicherung, Sondierungsrunde und Berechnung
Mit dem Abschluss der letzten Welle beginnt auch in den verbleibenden Einrichtungen die Phase der Qualitätssicherung. Dabei werden die erhobenen Zeiten auf Anstalts-, Abtei lungs- und Fachbereichsebene systematisch geprüft. Auffälligkeiten werden gemeinsam mit den einrichtungsinternen Arbeitsgruppen analysiert. Zusätzlich fließen besondere Ereig nisse während der Erhebung ein, welche die Aufgabenwahrnehmung beeinflusst haben könnten. Parallel dazu hat die Sondierungsrunde ihre Ar beit aufgenommen. Im Oktober und Novem ber 2025 werden die einzelnen Aufgabenblö cke in Zusammenarbeit mit der Projektleitung, Vertreter:innen des MJ, der Pilotanstalten, des Hauptpersonalrats sowie rund 40 Expert:innen aus allen Regionalverbünden systematisch ausgewertet und erste Hochrechnungen disku tiert. Dabei ist sichergestellt, dass jede Anstalt mindestens einmal vertreten ist. Hierbei wird für jeden Aufgabenblock geprüft, ob die IST-Er gebnisse plausibel sind, eine hohe Varianz der Einzelwerte vorliegt oder – unter Berücksichti gung der fachlichen und rechtlichen Standards – ein mögliches Vollzugsdefizit festgestellt werden kann. Die Expert:innen bringen die jeweiligen fachli chen und rechtlichen Standards ein, um sicher zustellen, dass die Ergebnisse auf einer soliden Grundlage bewertet werden. Ziel ist es, für je den Aufgabenblock einen belastbaren SOLL Wert zu definieren. Dieser kann entweder aus den IST-Werten fortgeschrieben, aus den fach lichen und rechtlichen Standards abgeleitet oder – sofern erforderlich – durch die Sondie rungsrunde festgelegt werden. Auf Grundlage der Ergebnisse der Sondierungsrunde wird für jede Anstalt eine vorläufige Berechnungsdatei erstellt und den jeweili gen Anstaltsleitungen zur Plausibilisierung vor gelegt. Der Versand dieser Dateien ist für Ende November 2025 vorgesehen. Im Rahmen die ser zusätzlichen Rückkopplung besteht noch einmal die Möglichkeit, auf Unstimmigkeiten hinzuweisen und mögliche Anpassungsbedarfe zu besprechen. Im Anschluss wird die finale Berechnung in die Abschlussdokumentation überführt.