Lingen | Niedersachsen Auf Einladung des VNSB-Ortsverbandes Emsland besuchte der niedersächsische Ministerpräsident Olaf Lies am 6. November 2026 die Justizvollzugsanstalt Lingen sowie das Niedersächsische Justizvollzugskrankenhaus. Gemeinsam mit der Landtagsabgeordneten Andrea Kötter MdL und Vertreterinnen der Niedersächsischen Staatskanzlei informierte er sich vor Ort über die vielfältigen Aufgaben, die Arbeitsbedingungen und die aktuellen Herausforderungen des niedersächsischen Justizvollzuges.
Im Mittelpunkt des Besuchs stand neben einem unmittelbaren Einblick in die Praxis insbesondere der persönliche Austausch über die Zukunft des Justizvollzuges. Dabei nutzte der VNSB die Gelegenheit, zentrale Anliegen der Kolleginnen und Kollegen anzusprechen und wichtige Themen in den direkten Dialog mit dem Ministerpräsidenten einzubringen.
Im Rahmen eines Rundgangs durch die Justizvollzugsanstalt erhielten die Gäste einen umfassenden Eindruck von den unterschiedlichen Aufgabenbereichen und den örtlichen Gegebenheiten. Besichtigt wurden unter anderem die Untersuchungshaftstation, verschiedene Hafträume sowie weitere Bereiche des Anstaltsgeländes.
Dabei wurden die unterschiedlichen Anforderungen an die Unterbringung und Betreuung der Inhaftierten ebenso deutlich wie die tägliche Verantwortung der Kolleginnen und Kollegen. Sie gewährleisten unter anspruchsvollen Bedingungen Sicherheit, Ordnung und einen geregelten Vollzugsablauf.
Auch der Sportbereich der Anstalt war Bestandteil des Rundgangs. Der Besuch bot den Gästen die Möglichkeit, verschiedene Bereiche des Anstaltsalltags kennenzulernen und einen Eindruck von den vielfältigen Aufgaben zu gewinnen, die im Justizvollzug täglich bewältigt werden.
Ein weiterer Programmpunkt war der Besuch des Niedersächsischen Justizvollzugskrankenhauses. Die Einrichtung übernimmt die medizinische Versorgung von Inhaftierten aus Niedersachsen und Bremen und stellt damit einen wichtigen Bestandteil der Gesundheitsversorgung innerhalb des Justizvollzuges dar. Vor Ort erhielten die Gäste Einblicke in die medizinischen Aufgaben und die besonderen Anforderungen, die mit der Versorgung von Inhaftierten im Justizvollzug verbunden sind.
Der persönliche Austausch zwischen dem Ministerpräsidenten, Vertreterinnen der Niedersächsischen Staatskanzlei, Frau Kötter MdL, der Anstaltsleitung der JVA Lingen und den Vertretern des VNSB bildete einen wesentlichen Schwerpunkt des Besuches. Dabei wurden insbesondere die aktuelle und zukünftige Personalsituation, die Gewinnung und Ausbildung von Nachwuchskräften sowie die Umsetzung der Ergebnisse aus dem Projekt JuV#Peb - Personalbedarfsanalyse im niedersächsischen Justizvollzug thematisiert.
Ein weiteres wichtiges Anliegen war die Stärkung und Weiterentwicklung des offenen Vollzuges. Im Mittelpunkt standen dabei die bestehenden Herausforderungen, die hierfür erforderlichen Rahmenbedingungen und mögliche Perspektiven für eine zukunftsfähige Ausgestaltung des Justizvollzuges.
Für den VNSB ist der direkte Dialog mit den politischen Entscheidungsträgern von besonderer Bedeutung. Die täglichen Anforderungen im Justizvollzug lassen sich nur dann angemessen beurteilen, wenn die Erfahrungen und Einschätzungen der Kolleginnen und Kollegen vor Ort Gehör finden. Der Besuch bot einen wichtigen Rahmen, um diese Erfahrungen einzubringen und berufspolitische Anliegen unmittelbar anzusprechen.
Das regionale Fernsehen ems TV führte Interviews mit Ministerpräsident Olaf Lies und dem VNSB Landesvorsitzenden Oliver Mageney. Dadurch bot sich zusätzlich die Gelegenheit, die Arbeit des Justizvollzuges und die Anliegen seiner Beschäftigten einer breiteren Öffentlichkeit näherzubringen.
Der VNSB Ortsverband Emsland bedankt sich herzlich bei Ministerpräsident Olaf Lies, Andrea Kötter MdL und den Vertreterinnen der Niedersächsischen Staatskanzlei für das Interesse, den offenen Austausch und den Besuch vor Ort.
Ein besonderer Dank gilt der Anstaltsleitung der JVA Lingen und den Kolleginnen und Kollegen der Justizvollzugsanstalt Lingen sowie des Niedersächsischen Justizvollzugskrankenhauses für die Unterstützung, die Vorbereitung und die Durchführung des Besuchs. Durch ihr Engagement konnten die vielfältigen Aufgaben und die tägliche Arbeit im niedersächsischen Justizvollzug unmittelbar vermittelt werden.
Sicherheit. Verantwortung. Zusammenhalt.
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Fotos - JVA Lingen | Torben Hilbers