Der Ortsverband Emsland besucht Amsterdam
Von Schlagersängern wie Axel Fischer bis hin zu Hardrock-Bands wie Van Halen wurde sie besungen - Amsterdam, die Hauptstadt der Niederlande, und mit ca. 750.000 Einwohnern die größte Stadt des Landes. Als bedeutender Verkehrsknoten und kultureller Mittelpunkt des Landes gehört sie zu den meistbesuchten Städten Europas.
Amsterdam, so dachte sich auch der Vorstand des VNSB Ortsverbands Emsland und Ostfriesland, ist eben immer eine Reise wert, und bot deshalb im Oktober 2011 einen zweitägigen Kurztrip in das "Venedig des Nordens" für seine Mitglieder und deren Angehörigen an. Die Resonanz war groß! Im fast bis auf den letzten Platz gefüllten Reisebus starteten wir am Morgen des 14.10.2011 von Meppen aus gen Niederlande, und erreichten nach einigen Stunden Busfahrt das erste Zwischenziel, die "PI (Penitentiaire Inrichting) Lelystad". Hierbei handelt es sich um eine der modernsten JVA'en Europas, die wir bei einer kurzweiligen und interessanten Führung auch von innen kennenlernen durften.

Nach diesem 1. Programmpunkt der Reise wurde auf dem Parkplatz vor der PI Lelystad für unser leibliches Wohl gesorgt, und die Organisatoren der Fahrt (mit Unterstützung der Gastro-Maßnahme der JVA Meppen) haben sich hierbei wirklich selbst übertroffen! Gestärkt und zufrieden konnten wir uns somit auf das letzte Stück des Weges begeben, und erreichten am frühen Nachmittag unsere Unterkunft, das Etap Hotel in unmittelbarer Nähe des Flughafens Schiphol, wo wir uns allerdings nur kurz unseres Gepäcks entledigten und frisch machten, um es noch rechtzeitig zum nächsten geplanten Programmpunkt in der Innenstadt von Amsterdam zu schaffen: der obligatorischen Grachtenrundfahrt!
Keine Frage - eine Grachtenfahrt gehört zum Pflicht-Programm für Amsterdam-Besucher, denn die weltberühmten Wasserkanäle, die ringförmig um die Stadtmitte liegen, sind die wohl größte Attraktion der Stadt, und bieten sich für eine Erkundung Amsterdams perfekt an. Die ersten Grachten wurden Anfang des 17. Jahrhunderts als Transportwege angelegt. Heute gibt es in Amsterdam 165 Grachten und über 1000 Brücken.

Vom Boot aus genossen wir für eine Stunde bei schönstem Herbstwetter die beeindruckende Architektur Amsterdams mit Ihren berühmten Bauten und Giebeldächern. Interessanter Hintergrundinfo: Da Grundstücke entlang der Grachten teuer waren, konnten sich seinerzeit nur reiche Kaufleute hier ein Domizil leisten. Und weil die Steuer von der Breite des Gebäudes abhängig war, entstanden entlang der Grachten schmale, aber tiefe Häuser, die heute das gesamte Bild der Innenstadt prägen. Eindruck hinterließen darüber hinaus auch die unzähligen Fahrräder, die Brücken, Hausboote, das berühmte Anne-Frank-Haus und zahllose weitere Sehenswürdigkeiten - alles in allem einfach der ganz besondere, unverwechselbare Charme der Stadt.

Am Rest des Tages bzw. des Abends bestand die Gelegenheit, die Stadt auf eigene Faust zu erkunden. Die Innenstadt von Amsterdam ist relativ klein. Dennoch bieten sich unzählige Möglichkeiten, sich die Zeit zu vertreiben. Ob Kirmes am Dam Platz, Rotlichtviertel, Sightseeing oder Einkaufsstraßen, es macht richtig Spaß, die verschiedenen Ecken Amsterdams zu Fuß zu entdecken. Und so wurde am späten Abend - um viele Eindrücke und Erlebnisse reicher - der Rückweg ins Hotel angetreten.

Auch der folgende Tag stand uns nach dem gemeinsamen Frühstück zur freien Verfügung, und so verbrachte man die verbleibenden Stunden bis zur Abreise auf vielfältige Art und Weise. Viele nutzten die Gelegenheit, Madame Tussauds, dem berühmten Wachsfigurenkabinett, einen Besuch abzustatten, um einmal seinem Lieblingsschauspieler oder -rockstar gegenüber zu stehen - wenn schon nicht leibhaftig, dann wenigstens seinem Abbild aus Wachs! Personen der Zeitgeschichte (Lenin, Mahatma Gandhi) kann man hier ebenso in Lebensgröße bewundern wie Politiker (Barack Obama), Sportler (Ronaldinho, Rafael Van der Vaart), große Musiker und Schauspieler (Lenny Kravitz, Brad Pitt).
Andere ergriffen die Chance, bei schönstem Sonnenschein durch die bekannten Einkaufsstraßen der Stadt zu bummeln, in Straßencafés das bunte Treiben der Stadt auf sich wirken zu lassen oder auf einer Stadtführung noch mehr von ihren vielen Sehenswürdigkeiten zu erkunden.
Am Ende waren sich wohl alle einig: Amsterdam hat ungemein viel zu bieten, und ist sicherlich eine weitere Reise wert! Auch wenn ein Kunstwerk von Regina Verhagen unter einer der Brücken über die Grachten einen anderen Rat für seine Besucher bereithält. Es handelt sich dabei um einen Vers aus einem Gedicht von Belle de Zuylen, der lautet:
„Terugkomen is niet hetzelfde als blijven“ Fotos: H. Albers und K. Köbbe
Last but not least sei dem Orga-Team Dank gesagt für eine super Planung, Organisation und Durchführung der Tour. Es hat großen Spaß gemacht!
Mit kollegialen Grüßen
Kathrin Köbbe,