Verabschiedung Detlef Litzki

"Wie, der geht schon? Der ist doch noch keine 60!"



"Wie, der geht schon? Der ist doch noch keine 60!", war die Aussage vieler, als sie hörten, dass Detlef Litzki den Eintritt in den Ruhestand feierte. Doch weit gefehlt, der Mann der seit Jahrzehnten dem VNSB angehört, konnte im Beisein seiner Ehefrau und vieler Kollegen die Ruhestandsurkunde aus den Händen des Anstaltsleiters der JVA Meppen, Bruno Bode, entgegennehmen.

Gruppenfoto Litzki


Detlef trat schon früh "seinem" VNSB bei. Er war der Pressewart des Ortsverbandes Emsland und auch der stellvertretende Personalratsvorsitzende in Meppen. Da Willi-Bernhard Albers einen solch kompetenten Mann neben sich wusste, konnte er sich landesweit für die Belange der Bediensteten einsetzen. Als Fachgruppenvertreter setzte sich Detlef für den allgemeinen Vollzugsdienst ein und nahm auch an verschiedenen Besprechungen im Ministerium teil. Sein Fachwissen brachte er in verschiedenen Arbeitsgruppen des BSBD ein und er war jahrelang Mitglied des Prüfungsausschusses.

1978 trat Detlef in den Landesdienst und seit knapp 13 Jahren war er der Ausbildungsleiter der JVA Meppen. Die vernünftige Ausbildung als Grundstock für eine "lebenslange" Dienstzeit war ihm besonders wichtig.
Mit unermüdlichem Einsatz setzte er sich dafür ein, die brisante finanzielle Situation der Anwärter, deren Verdienst damals nur wenig höher lag als der Sozialhilfesatz, zu verbessern, indem der Anwärtersonderzuschlag eingeführt wurde. Später konnte er in  langen Gesprächen mit der früheren Justizministerin Elisabeth Heister-Neumann die Bedeutung der verbindlichen Übernahme der Anwärter nach erfolgreicher Prüfung deutlich machen. Besonders in Erinnerung blieb ihm deshalb der Anruf der Ministerin inmitten einer mündlichen Laufbahnprüfung, in dem ihm mitgeteilt wurde, dass alle Anwärter übernommen werden würden. Es war eines der schönsten Telefonate in seiner Dienstzeit.

Ein großes Anliegen war und ist Detlef die Schulung der Personalräte. Seit Jahren gibt und leitet er diese Aus- und Fortbildungen im ganzen Land. Er sagte auch zu, diese Schulungen bis zum Ende der Legislaturperiode im Jahre 2012 weiterhin durchzuführen.

Allerdings hat er nun zwischen den Schulungen mehr Zeit seinen Hobbys nachzugehen. Sei es das Motorradfahren oder die Reisen in wärmere Gefilde, wie z. B. die Bretagne.

In allen Dingen, die Detlef für den VNSB, den Personalrat oder auch für die Anwärter tat, hat er Meilensteine gesetzt und seine Duftmarken hinterlassen. Daher zum Schluss ein passendes Zitat aus einem Lied von Trude Herr:

"Niemals geht man so ganz. Irgendwas von mir bleibt hier."



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